Tandemsprung….ein krasses Erlebnis

Zum Geburtstag bekam ich von meinem Mann den Gutschein für einen Fallschirmsprung geschenkt, den ich am 14. Juni einlöste. Voller Vorfreude, mit etwas flauem Gefühl in der Magengegend, ging es mit dem Auto nach Hildesheim.

Dort angekommen, gab es die kurze Einweisung des erfahrenen Tandemmasters Rico, der einem das Wichtigste erklärte, einem versicherte dass man im Prinzip nichts falsch machen könne, wenn man sich nur an seine seine Anweisungen hielte.

Nachdem dann auch bei dem letzten Teilnehmer die Angst aus dem Gesicht verschwunden war, konnte es losgehen. In voller Fallschirmmontur (Anzug, Gurt, Kappe, Brille) machten wir uns auf den Weg zu der kleinen Propellermaschine, die uns auf 4000 m Höhe bringen sollte. Mit jedem Schritt stieg die riesige Vorfreude auf den rasanten Fall (230 km/h) Richtung Erde und die Nervosität machte sich nun deutlich bemerkbar.

Nach einem ca. 15 minütigen Aufwärtsflug war es dann endlich soweit. Der Rollladen des Ausstiegs wurde geöffnet, die ersten Beiden sprangen hinaus und waren nicht mehr zu sehen. Nun gab es endgültig kein Zurück mehr und langsam robbten auch mein Tandemmaster und ich mit dem Gurt vor seinen Bauch geschnallt, zum Ausstieg.

Die Füße unter die Austiegsöffnung des Flugzeugs geklemmt, saß ich nun für wenige Sekunden an der Kante, überwältigt von dem Gefühl der mir unendlich erscheinenden Höhe und dem Panorama das sich mir bot. Doch viel Zeit zum Umschauen gab es nicht, denn nun ging es auch schon los.

Es fällt mir ehrlich gesagt schwer zu beschreiben, was es für ein Gefühl war als ich dann frei fiel. Man denkt eigentlich an gar nichts, es ist atemberaubend und etwas völlig neues, für mich nie Dagewesenes.

Aber eins kann ich sicher sagen, es macht einen Höllenspaß!

Der 50-sekündige freie Fall war für mich eine krasse Erfahrung. Es ist etwas Einmaliges und Unvergleichbares und es macht unendlich viel Spaß.

Nach einer gefühlten Ewigkeit spürte ich den Ruck des auslösenden Fallschirms, was den Weg Richtung Boden deutlich entspannte. Nun war es an der Zeit, während des Gleitschirmfluges die Aussicht an diesem schönen Sommertag zu genießen und zu versuchen das eben Erlebte zu realisieren.

Nachdem ich etwas selber lenken durfte, konnte ich die kleinen Punkte an der Erde nun schon als Menschen identifizieren und mit etwas weichen Knien machte man sich für die Landung bereit, welche sehr sanft war.

Den festen Boden unter den Füßen spürend, immer noch ein Grinsen übers ganze Gesicht (was auch nach der Rückfahrt noch nicht verschwand) war ich froh heile wieder unten angekommen zu sein.

Ich bin immer noch völlig überwältigt von dem Gefühl des Sprungs.

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