Quelle im ehemaligen Steinbruch Danndorf

Als Neudanndorfer hört man von den ‚Ureinwohnern‘ immer wieder interessante Geschichten über den stillgelegten Steinbruch in der Waldstraße. Früher (bis in die Achtziger …. oder so) befand sich an diesem Ort für die Kinder anscheinend ein großer natürlicher Abenteuerspielplatz und Erlebnispark. Hier konnte man Kletterpartien machen, Bretterbuden bauen, aus den Sandsteinen Burgen und Wälle errichten und wegen der Hanglage war hier im Winter ein Rodelparadies. Dann fand irgendwann die Erschließung und Bebauung statt. Häuser wurden in den Hang gesetzt, Gärten, Hecken, Zäune, usw. und zum Schluss kam dann noch die Teilung durch die Bahnstrecke mit hohem Schallschutzzaun. Übriggeblieben von dem Urwüchsigen ist ein kleines Waldstück mit altem Baumbestand und einem kleinen Wassergraben (dachte ich bis jetzt). Neulich sah an dem ‚Graben‘ ein munteres Treiben. Mehrere Männer räumten den Graben aus und legten eine Quelle frei. Der Grabenlauf wurde am Rand mit Natursteinen ausgelegt. Bei einem Gespräch mit Karl Meisehen erfuhr ich, dass am Waldrand (direkt an der Waldstraße) eine ‚Wassertretstelle nach Kneipp‘ entstehen soll. Stolz zeigte er mir einen Sandsteintrog und große Sandsteinschwellen (alles Spenden von Dorfbewohnern), die in dem Projekt verbaut werden. Man spürt richtig die Begeisterung, die die Erbauer der Anlage antreibt. Ich freue mich sehr über dieses Engagement in unserem Dorf und schaue mir gern die Fortschritte an.

Inzwischen wurden ein Zu- und Ablauf in den Steintrog geschnitten, welcher in den Wasserlauf eingelassen wurde. Über eine Treppe aus Natursteinplatten gelangt man zu dem Becken mit kühlem, klarem Quellwasser. Ein Geländer bietet sicheren Halt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Hier ein paar Bildchen:

 Am 16.07.2011: In den letzten Wochen wurden aus Beton mehrere Standfüße gegossen, auf die heute Steinplatten gelegt wurden. Insgesamt 5 Steinbänke wurden errichtet, die allesamt eine Holzlattenauflage bekamen. Eine Bank wurde direkt am Wassertretbecken montiert, von wo aus man die Füße ins Wasser baumeln lassen könnte. Direkt an der Frontseite, zur Straße hin, haben die Männer eine niedrige Sandsteinmauer errichtet. Auf einem der Steine wurde der Name „Waldquelle“ eingearbeitet. Ein gelungenes Projekt! Das Dorf ist dadurch ein Stück schöner geworden!

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