Grauschnäpper-Report

Auf unserem Grundstück schaffen wir auf vielerlei Art und Weise günstige Bedingungen für die kleinen gefiederten Wesen. Die Bäume, Beerensträucher, Dornengestrüpp und Efeuwand bieten Nahrung, Schutz, Lande- und Nistmöglichkeiten. Um das Haus herum haben wir überall Nistkästen oder Bruthöhlen in verschieden Variationen angebracht und aufgehängt, die auch reichlich Zuspruch finden. Dies Angebot interessierte ein Vögelchen reichlich wenig.

Ende Juni entdeckte ich beim Öffnen eines Zimmerfensters in der ersten Etage auf der Südseite ein kleines napfförmiges Nest. Es schien zuerst unbewohnt, denn beim vorsichtigen Beobachten durch die Scheibengardine konnte ich in den folgenden Tagen keine Aktivitäten beobachten. Unsere Familie hatte den Beschluss gefasst das Fenster in der nächsten Zeit nicht zu öffnen und das Nest vorerst an Ort und Stelle zu lassen.

In der folgenden Woche entdeckten wir im Nest 2 kleine Eier. Am Tag danach legte das Grauschnäpperweibchen noch 2 hinzu. Unsere Terrassenaufenthalte, unterhalb des Nestes, haben wir in den letzten Wochen enorm eingeschränkt, da das schreckhafte Wesen bei Unruhe zu oft das Weite suchte. Jeden Tag schauten wir heimlich nach dem Gelege – Die Brutdauer kam uns unendlich lang vor.

Gestern früh war ich ganz aus dem Häuschen! Wir haben Nachwuchs! Vier nackige Piepmätze, mit noch verhältnismäßig viel zu großen Köpfen und Schnäbelchen.

 Am 5. Tag: Die Kleinen haben schon gut zugenommen und gedeihen prächtig. An den Flügelchen kann man schon Gefiederansätze erkennen und die Körperchen sind mit dunklem Flaum besetzt. Ansonsten wird gefressen, gekuschelt und geschlafen.

(305 Besuche, 1 davon heute)

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